Prinzip der Brachytherapie-Behandlung

Nach computerassistierter Dosisplanung werden unter Narkose reiskorngroße, mit radioaktivem Jod angereicherte Strahlenkörper (Seeds) mit Hilfe spezieller Hohlnadeln über den Damm des Patienten ultraschallgeteuert in der Prostata abgelegt.

Infolge des kurzen Abstandes der Strahlungsquelle zur Krebszelle und infolge der homogenen Strahlenverteilung innerhalb der Prostata kommt es kontinuierlich zu einer Schädigung und Zerstörung der Krebszellen.

 

Vorteile der Brachytherapie sind:


  • die ambulante Durchführbarkeit dieses Verfahrens und damit das Verzichten auf einen längeren Krankenhausaufenthalt
  • das Erreichen einer hohen radioaktiven Zieldosis im krebstragenden Organ bei geringer Streustrahlung und damit ein geringes Risiko für Strahlenschäden in Nachbarorganen (periprostatisches Gefäß-Nervenbündel, Darm, Harnröhre, Harnblase)
  • im Vergleich zur radikalen Operation das fehlende Auftreten von Inkontinenzbeschwerden (unwillkürlicher Urinabgang), und ein deutlich geringeres Risiko in Hinblick auf die operative und postoperative Morbidität (geringere Belastung für den Organismus während und nach der Behandlung)
  • im Vergleich zur externen Bestrahlung das deutlich geringere Risiko für strahlenbedingte Schädigung von Enddarm (Proktitis), Harnblase (Zystitis) oder Nerven, die für die männliche Gliedsteife verantwortlich sind (=Impotenz)