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Zeiltlicher Ablauf und Durchführung der Brachytherapie
Ist ein lokales Krebswachstum in der Prostata nachgewiesen, wird der Patient ca.. 14 Tage vor Therapiebeginn im Rahmen der Vordiagnostik (Preplaningphase) vom behandelnden Urologen, Strahlentherapeuten und Anästhesisten im Gespräch über Nutzen und Risiken der Behandlung aufgeklärt und gesundheitlich auf Operations- und Narkosefähigkeit hin untersucht. Hierbei bestimmt der Urologe insbesondere die Größe und Lage der Prostata, um die Anzahl der für die Brachytherapie nötigen "Seeds" festzulegen. Am Tag der Behandlung wird der Patient in Narkose in der sogenannten Steinschnittlage (Rückenlagerung mit nach oben in der Hüfte gebeugten Beinstellung) positioniert. Zu Beginn der Behandlung wird ein Katheter in die Harnblase eingelegt (Visualisierung der Harnröhre) und dem Patienten ein Antibiotikum und Schmerzmittel zur Infekt-bzw. zur Schmerzvorbeugung (Infekt-/ Schmerzprophylaxe) verabreicht. Mit Hilfe einer speziellen Computer-Software errechnet ein PC anhand des sonographisch ermittelten Organvolumens die Anzahl und Dosisverteilung der zu platzierenden Seeds und deren 3D-Positionierungskoordinaten im Organ (Dosimetrie). Jeder Seed kann somit exakt am vorgesehenen Ort unter Röntgen- und Ultraschallkontrolle innerhalb der Prostata über in das Organ eingestochene Hohlnadeln abgelegt werden. Nach der Behandlung wird der Katheter, sofern keine Blutungen auftreten, wieder entfernt. Jeder Patient erhält vor der Entlassung vom Urologen ein Informationsblatt für den Strahlenschutz bei im Körper befindlichen Strahlern und einen gemäß der Strahlenschutzverordnung vorgeschriebenen "Implantationsausweis" ausgehändigt.
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